Landesgartenschau 2018 Bad IburgLandesgartenschau 2018 Bad Iburg

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„Waldbaden, das ist etwas ganz einfaches, wir machen keinen Marsch durch den Wald, wir rennen nicht, wir schlendern, bleiben stehen, atmen bewusst, wir verweilen, wir schauen und wir staunen, wie Kinder staunen.“

Die das am Mittwochabend, 4. Oktober, vor rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörern im Vortragsraum der Dörenbergklinik sagt, ist Annette Bernjus aus Hofheim-Lorsbach im Taunus. Die gelernte Bankkauffrau begann ihren zweiten beruflichen Weg mit der Kampf- und Bewegungskunst Taijiquan. So ist sie Bewegungslehrerin für Taijiquan und Körperarbeit, aber auch Entspannungspädagogin, Meditationslehrerin und seit 2016 Stress- und Burnout-Coach. In ihrem Vortrag erläuterte Bernjus die Herkunft des Waldbadens als aus Japan stammende Anti-Stress-Methode, mittlerweile mit zahlreichen wissenschaftlichen Studien unterlegt. Sie empfiehlt, im Wald „alle Sinne weit zu öffnen“ und weist auf physiologische Wohlfahrtswirkungen des Waldbadens hin. „Als Voraussetzung für das Waldbaden muss man nichts wissen – es tut einfach gut!“

Waldbaden ist demnach ein Trend aus Japan, heißt dort „Shinrin Yoku“. Das bedeutet so viel wie „ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen“. Waldbaden ist eine Form der aktiven Gesundheitsvorsorge. In Verbindung mit der touristischen Infrastruktur in Bad Iburg (Wandern, Wald, Wipfelpfad) soll das Waldbaden hier, aber auch – wenn gewünscht – in den anderen drei Bädern zu einem festen Bestandteil des gesundheitstouristischen Angebotes werden, das erläutert Anna-Magdalena Bilski, Leiterin des Amtes für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus – Wirtschaftsförderung, in ihrer Einführung. „Die Stadt Bad Iburg im Osnabrücker Land ist dabei, ihr Profil als Gesundheitsstandort neu zu entwickeln. Im Vorfeld der Landesgartenschau setzt der staatlich anerkannte Kneipp-Kurort unter anderem – der Waldkurpark ist Teil des Gartenschaugeländes ebenso wie ein Baumwipfelpfad – auf die Einbindung eines neuen Naturtherapieverfahrens, das sich derzeit  zum Tourismustrend entwickelt: das Waldbaden.“

Ziel sei es, den Landkreis Osnabrück mit dem Teutoburger Wald langfristig als Waldbaderegion gesundheitstouristisch vermarkten zu können und neue Gesundheitsurlauber zu gewinnen. Für interessierte Gesundheitsdienstleister wird zusätzlich vom 20. bis 22. Oktober 2017 ein Waldbaden-Weiterbildungsworkshop in Bad Iburg angeboten. Informationen unter oder telefonisch unter 05403-40466

 

Schlendern, atmen – in den Wald eintauchen